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Depressionen – Teil 2: Gattungen & Symptome

08.07.2007 in Gesundheit

Verschiedene Depressionsgattungen Depressive Episoden können sich verschieden schwer gestalten und unterschiedlich lange dauern. Im Durchschnitt leidet der Betroffene etwa vier Monate darunter, danach ist er wieder völlig beschwerdefrei. Es ist möglich, dass sich eine depressive Episode auch nur einmal im Leben eines Menschen zeigt. Die erste Episode tritt zumeist Mitte zwanzig und vorwiegend nach einer [...]

DepressionenVerschiedene Depressionsgattungen

Depressive Episoden können sich verschieden schwer gestalten und unterschiedlich lange dauern. Im Durchschnitt leidet der Betroffene etwa vier Monate darunter, danach ist er wieder völlig beschwerdefrei. Es ist möglich, dass sich eine depressive Episode auch nur einmal im Leben eines Menschen zeigt. Die erste Episode tritt zumeist Mitte zwanzig und vorwiegend nach einer schweren Belastung auf. In manchen Fällen treten diese Episoden nur in den Herbst- und Wintermonaten auf (SAD). Diese Art der Depression ist sehr oft mit Heißhunger, erhöhtem Schlafbedürfnis und Gewichtszunahme begleitet.

Manisch-depressiv Erkrankte wiederum leiden an einem Wechsel zwischen depressiven und manischen Phasen, einer bipolaren affektiven Störung. Während sie in depressiven Phasen niedergeschlagen und freudlos sind, zeigen sie sich in manischen Phasen überaktiv, überschätzen sich selbst, sind in einer anhaltenden gehobenen oder auch gereizten Stimmung, tätigen fallweise sinnlose und teure Geschäftsabschlüsse, legen eine unverschämte Taktlosigkeit an den Tag, haben ein gemindertes Schlafbedürfnis und einen Rede- und Bewegungsdrang. Sie leiden unter einer immensen Beeinträchtigung des Urteilsvermögens und haben heftige Gefühlsausbrüche. Sie tendieren zu Aggressivität und rücksichtslosem Fahren. Nach Abklingen der Manie fallen sie in ein tiefes Loch. Schuldgefühle und Selbstvorwürfe sind die Folge.

Eine leichtere, aber lange währende Depressionsform ist die Dysthymie. Hievon sind Persönlichkeiten betroffen, die bereits in der Jugend an Depressionen leiden, dies aber nicht bewusst bemerken, da sie sich nicht entsinnen können, sich jemals anders oder besser gefühlt zu haben. Vor allem Personen mit einem mangelnden Selbstwertgefühl, ängstlicher oder pflichtbewusster Persönlichkeit, negativem Denken und chronischen Angst- und Zwangszuständen neigen zu Depressionen.

Psychische und körperliche Symptome

Ein Hauptsymptom der Depression ist die gedrückte Stimmung und Freudlosigkeit. Weiters zeigt sich allmählich mangelndes Interesse an bisher geliebten Personen und Objekten. Antriebslosigkeit macht sich breit, Hobbys werden vernachlässigt, alles scheint sinnlos. Die Hoffnungslosigkeit, die sich einstellt, kann sich zu tiefer Verzweiflung wandeln. Der Betroffene glaubt, aus diesem Zustand der Gefühlsleere und Finsternis nie mehr heraus zu kommen und dass ihm kein Mensch der Welt helfen kann und nichts auf der Welt mehr Freude machen kann. Er ist ziellos. Vor allem morgens ist die Stimmung zumeist am schlimmsten. Viele Betroffene schaffen es nicht, das Bett zu verlassen. Ihnen fehlt der Antrieb und gleichzeitig peinigt sie die Angst über diesen Zustand. Sie melden sich krank. Die damit fehlenden sozialen Kontakte wiederum bringen sie emotional noch mehr ins Tief.

Hinzu kommen erfahrungsgemäß körperliche Symptome, die auf ärztliche Behandlungen nur schleppend oder gar nicht ansprechen. Dauerhafte Schmerzen und laufende Verdauungsbeschwerden verstärken wiederum die Intensität der Niedergeschlagenheit. Die Patienten leiden häufig unter Schlafstörungen mit morgendlichem Früherwachen und haben ein gesteigertes Schlafbedürfnis. Ebenso Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust wird vielfach beobachtet. Da Betroffene sich in wachem Zustand ständig gepeinigt fühlen, flüchten sie sich nicht selten in Dämmerzustände mittels Alkohol oder sonstigen Suchtmitteln.

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