Eigenheimfinanzierung – Tipps & Tricks für Wohnungs- und Hauskauf

Eigenheim Finanzierung (Foto: mandygodbehear | iStockphoto | Thinkstock)

Eigenheim Finanzierung (Foto: mandygodbehear | iStockphoto | Thinkstock)

Sie haben sich für den Kauf einer Wohnung oder den Bau eines Hauses entschlossen? Gratulation! Da man sich im Normalfall nur einmal im Leben für die Anschaffung einer Immobilie entscheidet und die Finanzierung dieser meistens langfristig läuft, sollte die Planung gut durchdacht werden, damit der Traum vom Eigenheim nicht wie eine Seifenblase zerplatzt.

Eine solide Baufinanzierung

Bevor man sich für die Anschaffung einer Immobilie entscheidet, sollten vorerst einige grundlegende Fragen geklärt werden:

  • Was soll finanziert werden? (Wohnung, Grundstück, Haus)
  • Was soll bzw. darf die Immobilie kosten?
  • Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten (Grunderwerbssteuer, Notar, etc.)?
  • Wie viel Eigenkapital ist vorhanden?
  • Wie hoch ist der Finanzierungsbedarf?

Bei einer Eigenheimfinanzierung können Unachtsamkeiten richtig ins Geld gehen. Ein guter Finanzierungsplan ist daher das A und O für jeden angehenden Eigenheim-Besitzer.

Die finanziellen Möglichkeiten zur Eigenheim-Finanzierung ausloten

Errechnen Sie zuerst die Summe, die Sie an Raten an Ihre Bank zurückzahlen können. Seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst und verschönern Sie dabei nichts. Vergessen Sie dabei auch nicht die Zahlungen, die gern übersehen werden, wie irgendwelche halbjährlichen oder jährlichen Zahllungen (z.B. Versicherungsraten usw.). Fragen Sie unverbindlich bei einer Bank nach, wie hoch die Kreditrate sein darf, die Sie sich noch leisten können. Achten Sie auf eine maximale Belastung an Kreditraten von maximal 30% Ihres Einkommens und schöpfen Sie alle möglichen Fördermöglichkeiten wie z.B. Förderungen von Errichtung von Niedrigenergie-Häusern aus. Vergleichen Sie dabei unbedingt mehrere Angebote. Niemand verlangt von Ihnen, dass Ihre Hausbank das Eigenheim finanziert. Vorsicht ist auch vor Vermögens- oder Finanzberatern gegeben. Fragen Sie ruhig nach, woraus er seine Empfehlungen ableitet. Finanzberater verkaufen meistens Fremdwährungskredite oder einen endfälligen Kredit und zusätzliche Tilgungsträger um eine möglichst hohe Provision zu bekommen.

Detailfinanzierung planen

Achten Sie grundsätzlich darauf, genügend Eigenkapital anzusparen. Banken empfehlen Eigenmittel von 20-30% des Kaufpreises der Immobilie. Bedenken Sie auch, dass beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses entsprechend hohe Nebengebühren anfallen. Maklergebühren, Gebühren für den Notar, Grundstückerschließung oder Grunderwerbssteuer machen oftmals noch zusätzlich 5-10% des Kaufpreises der Immobilie aus. Im Rahmen der Finanzierung ist das so genannte „Annuitätendarlehen“ die klassische Form der Finanzierung. Die Rückzahlung erfolgt in einer Kombination aus Tilgung und Zinsen. Der Zinssatz wird bereits beim Finanzierungsvertrag festgeschrieben. Der Vorteil hierbei ist, dass die monatliche Belastung gleich bleibt. Der Nachteil ist, dass man von Zinsentiefs nicht profitieren kann. Ein so genannter „endfälliger Kredit und Tilgungsträger“ macht dann Sinn, wenn der Tilgungsträger eine höhere Summe erwirtschaftet, als der Kredit insgesamt kostet. Beachten Sie, dass ein endfälliger Kredit immer mehr Risiko in sich birgt, da er erst nach einer Laufzeit von z.B. 25 Jahren zurückgezahlt wird, und solange alle „Tilgungs-Strategien“ aufrecht bleiben müssen und wer kann schon im Vorhinein sagen, was sich während dieser vielen Jahre alles verändert. Ferner ist beim endfälligen Kredit zu beachten, dass man bis Ende der Laufzeit die ursprüngliche Kreditsumme unverändert bleibt und das Währungsrisiko ebenso von Kreditnehmer voll zu tragen ist.

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Internetjunkie + Unternehmer + Journalist - ich wohne und lebe mit meiner schwarzen Katze und einer zauberhaften Frau am schönen Wannsee.

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