Magnesiummangel Symptome & Ursachen – Magnesiummangel erkennen

Wir sagen Ihnen, woran sie einen Magnesiummangel erkennen, welche Ursachen als Auslöser in Frage kommen und was man dagegen tun kann.

magnesiummangel

Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff (Foto: concept w | Shutterstock)

Wadenkrämpfe? Dauerhaft Müde? Von vielen wird er auf die leichte Schulter genommen. Doch Magnesiummangel ist besser ernst zu nehmen, denn er kann gravierende Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Gerade Sportler, Stressgeplagte oder Schwangere sollten über die „Hypomagnesiämie“ – wie der Fachausdruck lautet – Bescheid wissen. Was verursacht Magnesiummangel? Welche Symptome zeigen ihn an und wie kann man ihm vorbeugen? Hier kommen die Antworten.

Warum der Körper Magnesium braucht

Unser Körper kann nicht ohne Magnesium leben. Dieser Mineralstoff sorgt für zahlreiche Abläufe im Organismus und kann nicht selbst erzeugt werden. Magnesium wird auch als Muskel- und Nervenmineralstoff bezeichnet. Das Elektrolyt ist im Skelett und in der Muskulatur zu finden, es wird für den Aufbau von Knochen und Zähnen benötigt sowie zur Entspannung der Muskulatur.

Durch Magnesium werden über 300 Enzyme aktiviert – unter anderem die Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten sowie der Aufbau von DNA. Es unterstützt die Nervensystemfunktion, reguliert die Eiweißsynthese, bekämpft Müdigkeit und ist vor allem für unser Immunsystem essenziell.

Von Magnesiummangel wird gesprochen, wenn der Spiegel im Blut unter 1,75 Milligramm pro Deziliter sinkt. Ohne Magnesium streikt das Vitamin C im Körper und wird unverrichteter Dinge wieder ausgeschieden. Ohne Magnesium würde das Nervensystem zusammenbrechen, die Blutgefäße verengen (bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall), der Körper keine Proteine bilden, das Insulin keinen Zucker transportieren und der Betroffene würde trotz andauernder Schlappheit unter Schlaflosigkeit leiden. Krankheiten hätten ein leichtes Spiel und schon in jungen Jahren würden Zähne ausfallen und Falten ausgeprägt das Gesicht zieren. Magnesium ist wichtig – ohne dieses Mineral kann der Mensch nicht überleben.

Die Ursachen des Magnesiummangels

Das Mineral kann der Körper selbst nicht bilden, daher ist der Organismus darauf angewiesen, dass genügend Magnesium über die Nahrung aufgenommen wird. Doch bei 20 bis 40 Prozent der Menschheit geschieht das laut verschiedener Ernährungsstudien nicht in ausreichender Menge. Ein Grund dafür,  dass die empfohlene Menge nicht aufgenommen wird, kann einseitige Ernährung sein – bei Diäten und Unverträglichkeiten beispielsweise.

Zu hohe Fett- und Einweißanteile in der Nahrung sorgen ebenfalls dafür, dass Magnesium schlecht aufgenommen wird. Krankheiten, die schweres Erbrechen und Durchfall verursachen, können ebenfalls Magnesiummangel mit sich bringen. Andere Erkrankungen führen dazu, dass das Mineral im Darm absorbiert wird oder über die Niere zu viel Magnesium ausgeschieden wird – beispielsweise verursacht von Entzündungen, Fehlfunktion der Schilddrüse oder Medikamenten. Chronischer Alkoholmissbrauch ist ebenfalls eine Ursache für „Hypomagnesiämie“.

Aber auch die zunehmende Auslaugung der Böden lässt den Gehalt von Magnesium in Lebensmitteln sinken. Häufig ist das durch Düngung mit Kalium zu beobachten. In seltenen Fällen sind genetische Gründe die Ursache für Magnesiummangel.

Symptome & Magnesiummangel erkennen

Symptome

  • Muskelkrämpfe – vor allem die typischen Wadenkrämpfe in den Beinen
  • Zittern der Hände
  • Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen
  • Empfindungsstörungen in Bezug auf Wärme und Kälte
  • Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
  • Nervosität, leichte Reizbarkeit und Nervosität
  • Depressionen, Grübeln, Nachdenklichkeit, Verwirrungszustände
  • Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Darmkrämpfe
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schnelle Erschöpfung, Schwäche
  • übermäßiges Schlafbedürfnis oder Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Herzrasen, spürbarer Herzschlag
  • Durchblutungsstörungen – kalte Füße und Hände
  • Rückenschmerzen
  • Zucken der Augenlider

Magnesiummangel erkennen

Wadenkrampf - typisches Symptome des Magnesiummangels

Wadenkrampf – typisches Symptome des Magnesiummangels (Foto: Click Images | Shutterstock)

Da das Mineral zahlreiche Prozesse im Körper steuert, äußert sich Magnesiummangel meist mit mehreren Symptomen gleichzeitig:

Krämpfe in Waden und anderen Muskeln, Müdigkeit, schnelle Erschöpfung und Antriebslosigkeit, gepaart mit Reizbarkeit und dem dauernden Bedürfnis nach Schlaf sind untrügliche Zeichen. Zusätzlich können Unruhe und Verwirrtheit auftreten. Kopfschmerzen und dauerndes Grübeln können ebenfalls auf Magnesiummangel hinweisen. Herzrasen, Herzklopfen? Schmerzen in Rücken und Kreuz? Auch das können Anzeichen für einen zu niedrigen Mangesiumspiegel sein – ebenso Schwindel, Durchblutungsstörungen und Taubheit in Füßen und Händen. Wer sehr geräuschempfindlich ist, sollte auch seine Magnesiumzufuhr überprüfen.

Wer besonders gefährdet ist

Magnesiummangel kann jeden betreffen. In manchen Fällen reicht schon starke Belastung und Stress sowie eine Krankheit aus, um „Hypomagnesiämie“ zu verursachen. Besonders stressgeplagte Menschen sollten daher auf die Alarmzeichen achten.

In bestimmten Phasen des Lebens braucht der Körper jedoch besonders viel Magnesium – zum Beispiel Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase. Auch Schwangere brauchen vermehrt Magnesium. Ist die körperliche und schweißtreibende Belastung erhöht, so wird auch mehr von dem Mineralstoff verbraucht.

Das macht Sportler ebenfalls zur Risikogruppe. Sie schwitzen es vermehrt aus – nach einem intensiven Training auch noch Tage danach. Auf der anderen Seite wiederum haben Sportler besonders für ihre „Muskelarbeit“ einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Auch regelmäßige Saunagänger sollten ihren Magnesiumspiegel in Abständen überprüfen lassen. Alkoholiker sind ebenfalls gefährdete Personen, ebenso wie Abnehmwillige, die eine eiserne Diät einhalten. Wer über längere Zeit Medikamente zu sich nehmen muss, kann auch leicht unter Magnesiummangel leiden.

Magnesiummangel vorbeugen

Die Diagnose von Magnesiummangel bedarf mehr als einer flüchtigen Anamnese. Der Arzt wird in der Regel eine körperliche Untersuchung, Untersuchungen des Blutes und ein EKG veranlassen. Ist der Mangel erkannt, hängt die Behandlung von der Ursache ab.

Doch besser ist es, einem Magnesiummangel vorzubeugen. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) empfiehlt eine Magnesiumaufnahme je nach Alter gestaffelt. Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren sollten 310 Milligramm pro Tag zu sich nehmen. Einem Mann im Alter zwischen 25 und 50 Jahre empfehlen die Experten 350 Milligramm, einer gleichaltrigen Frau 300 Milligramm. Schwangere sollten 310 Milligramm zu sich nehmen, wenn die Damen entbunden haben und stillen, sollten sie die Zufuhr auf 390 Milligramm erhöhen.

Wer einem Mangel an Magnesium vorbeugen will, sollte vermehrt Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte zu sich nehmen. Grünes Gemüse, Haferflocken, Vollkornreis und Nüsse sowie Sonnenblumenkerne enthalten bis zu 100 Milligramm Magnesium auf 100 Gramm. Fleisch, Kartoffeln, Milchprodukte, Obst und Fisch haben zwischen 20 und 100 Milligramm. Ebenso gibt es einige Mineralwasser, die Magnesium in hoher Kozentration enthalten. Naschen erlaubt: Auch Schokolade und Honig versorgen den Körper mit dem Mineralstoff. Ebenso gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, um die Magnesiumzufuhr zu erhöhen: in Form von Brausetabletten, Kapseln und Granulat.

Magnesiumüberschuss und seine Folgen

Achtung: Es tritt zwar seltener auf, aber auch Magnesiumüberschuss schadet den Körper. Die sogenannte „Hypermagnesiämie“ kann ebenfalls ernsthafte Auswirkungen haben: Erregung der Nerven oder Störung der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen. Die größte Gefahr ist dabei die Erkennung, denn Magnesiumüberschuss wird nur sehr selten diagnostiziert. Die Symptome ähneln denen des Mangels. Daher sollte bei Verdacht auf eine Störung immer ein Arzt aufgesucht werden, bevor selbst mit Nahrungsmittelergänzungen behandelt wird.


Quelle: http://gesundheit.naanoo.de/krankheiten/magnesiummangel

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Internetjunkie + Unternehmer + Journalist - ich wohne und lebe mit meiner schwarzen Katze und einer zauberhaften Frau am schönen Wannsee.

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